Schallschutzfenster aktiv gegen Lärm schützen

Um sich vor Lärm zu schützen sind Schallschutzfenster das beste Mittel. Denn Lärm macht krankt – das ist inzwischen allgemein bekannt. Das Umweltbundesamt sagt, dass statistisch rund 13 Millionen in Deutschland unter zu viel Lärm leiden und sogar jeder zweite sich von Lärm belästigt ist.

Dabei muss man nicht unbedingt in der Einflugschneise eines Flughafens wohnen. Vor allem aber in Großstädten wo viel gebaut wird oder an stark befahrenen Straßen fühlen sich viele vom Krach der Laster oder Maschinen gestört. Hier können Schallschutzfenster Sie aktiv gegen Lärm schützen.

Die Auswirkungen sind zum Beispiel Schlafstörungen, Bluthochdruck und damit verbunden ein höheres Herzinfarkt Risiko.

Das richtige Schallschutzfenster muss gut überlegt sein

Schall kann gemessen werden. Er lässt sich mit der Logarithmischen Größe Dezibel angeben. Sie ist eine Einheit zum Kennzeichnen von Pegeln. Verringert man zum Beispiel eine Schallquelle um 10 dB so empfindet man das als nur noch halb so laut. Deswegen muss man bei der Planung seiner Schallschutzfenster darauf achten wie viel Schalldämmung Sinn macht.

Je nachdem wie weit man von der Schallquelle entfernt wohnt bzw. wie weit der Flughafen oder die Straße entfernt ist, benötigt man ein anderes Schalldämmmaß für sein Fenster. Dazu werden die Schallschutzfenster in 6 verschiedene Schallschutzklassen eingeteilt.

Aufteilung der Einzelnen Schallschutzklassen (SK):

  1. SK 1 >> Rw 25 – 29 dB
  2. SK 2 >> Rw 30 – 34 dB
  3. SK 3 >> Rw 35 – 39 dB
  4. SK 4 >> Rw 40 – 44 dB
  5. SK 5 >> Rw 45 – 49 dB
  6. SK 6 >> Rw > 50 dB

Um eine Überdimensionierung zu vermeiden gilt es zunächst festzustellen um welche Art von Lärm es sich handelt. Diese grundsätzlichen Lärmquellen kennen wir:

  • Lärm durch Schule, Kindergarten oder Sportplatz;
    Überall wo Menschenmengen sich regelmäßig zusammenfinden
  • Lärm durch eine stark befahrene Straße wie zum Beispiel Autobahn oder Schnellstraße
  • Industrielärm
  • Flugzeuglärm

Was ist das Besondere am Schallschutzfenster?

Um zu verstehen wie ein Schallschutzfenster Schallschutzglasfunktioniert muss man wissen wie sich der Schall ausbreitet. Stellen Sie sich vor Sie werfen einen Stein ins Wasser. Von der Mitte aus bewegen sich Wellen nach außen, die immer schwächer werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Lärm beziehungsweise mit dem Schall. Allerdings wird nicht Wasser, sondern Luft in Bewegung gesetzt. Wellenförmig breitet sich dabei der Schall aus und wird mit der Entfernung immer schwächer.

Trifft der Schall auf Materialien wie zum Beispiel auf ein Fenster werden alle Materialien des Fensters in Schwingung versetzt. Auch die Verglasung, Rollladen und sogar der Montageschaum. Warum ich das explizit anspreche wird später klar.

Die äußere Scheibe wird in Schwingung versetzt und gibt diese Schwingung an die nächste Scheibe weiter. So gelangt schließlich der Schall in den Innenraum.

Bei Schallschutzfenster wird die Weitergabe dieser Schwingung unterbrochen indem man unterschiedliche dicke Scheiben verwendet. Auch die Dicke des Rahmens und eine etwaige dritte Mitteldichtung unterbindet den Schall. Durch die unterschiedlichen Scheibenstärken schwingen die diese unterschiedlich auf. Die weitergegebenen Wellen heben sich teilweise sogar auf. Man spricht dann von einer Kompensierung der Schallwellen. Auch der Scheibenzwischenraum kann den Schall minimieren. In manchen Fällen werden sogar spezielle Gase verwendet. Das farblose Gas Schwefelhexaflourid (SF6) wird hierzu verwendet.

Der richtige Einbau der Schallschutzfenster ist entscheidend

Auch beim Einbau der Schallschutzfenster können Fehler gemacht werden. Allzuoft verwenden Handwerker einen herkömmlichen Bauschaum zum Montieren der Fenster. Der Schall dringt dann am Maueranschluss in den Raum. Der Schallschutz des Fensters ist dann hinfällig.

Richtig ist es, wenn Sie einen speziellen Bauschaum für Schallschutzfenster verwenden. Er verfügt über die Eigenschaft speziell die Fuge zu dämmen.

Auch beim Rolladen können spezielle Dämmmatten, die in den Rolladenkasten montiert werden, Abhilfe schaffen.

Fazit: Das Schallschutzfenster muss ganzheitlich gesehen werden. Rollläden müssen ebenso gedämmt werden wie die Fugen. Bei der Wahl der Schallschutzklasse muss darauf geachtet werden, dass diese nicht zu überdimensioniert wird.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
  • 4,5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(2 Bewertungen, Ø 4,5)
3 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

 

Wird geladen
×